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Gegen Land-Grabbing - Afrika

08.11.2013

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Nachhaltige Agrar-Investitionen in Afrika - Chancen und Risiken Parlamentarisches Meeting in Malabo, Ãquatorial-Guinea

Nachhaltige Agrar-Investitionen in Afrika - Chancen und Risiken
Parlamentarisches Meeting 8. - 9. November in Malabo, Äquatorial-Guinea

Seit 2008 gab es in vielen afrikanischen Ländern eine Welle von ausländischen Direkt-Investitionen insbesondere im Bereich Landwirtschaft und natürliche Ressourcen. Diese Thematik wurde von vielen internationalen NGOs und auch von Seiten internationaler Organisationen unter dem Begriff des Land-Grabbing diskutiert.


Die vier Top-Länder sind laut einem Weltbank-Report der Sudan mit 4 Mio Hektar, Mozambique mit 2,7 Mio Hektar, Liberia mit 1,6 Mio Hektar und Äthiopien mit 1,3 Mio Hektar. Für Gesamt-Afrika wird für die letzten 10 Jahr etwa eine Fläche von 134 Mio angenommen, eine Fläche größer als Südafrika.


Hauptursache dieses Investments ist die steigende globale Nachfrage nach Lebensmitteln und Agrotreibstoffen mit massiven Auswirkungen auf lokale Communities, Umwelt- und Wasserressourcen. Oftmals führen diese Investments zu einer Verschlechterung der Lebensbedingungen für die autochtone Bevölkerung in den ländlichen Gebieten, zumeist Kleinbäuerinnen und -bauern, die ohnehin zuwenig Unterstützung erhalten.


In einer gemeinsamen Veranstaltung der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) mit dem panafrikanischen Parlament und mit Unterstützung von AWEPA fand in Malabo, der Hauptstadt von Äquatorial-Guinea vom 8. - 9. November der dritte Regional-Workshop (nach Veranstaltungen in Benin 2012 und Ruanda Frühjahr 2013) zu diesem Thema statt.

Vor dem neu errichteten Parlament der CEMAC - erbaut mit Chinesischer Hilfe und noch heute betreut ausschließlich von chinesischen Technikern!


Ziel des Workshops war es einen Aktionsplan für Parlamentarier zu erarbeiten, der sicherstellen soll, dass Auslands-Investitionen einen echten wirtschaftlichen Nutzen für die ländlichen Regionen bringen, inklusive Stärkung der Landrechte, der Lebensmittelsicherheit und der Beschäftigungsmöglichkeiten.


Ein hochkarätiges ExpertInnen-Team von der Universität of Pretoria und von international tätigen NGOs wie dem Institut für Sustainable Development (IISD) oder dem Institute for Poverty, Land and Agrarian Studies (PLAAS) gaben Einblick in die aktuelle Situation Vor-Ort ebenso wie Fachleute aus afrikanischen Entwicklungseinrichtungen; - positiv hervorzuheben auch die Einbindung der Bauernorganisation PROPAC (Plateforme Regionale des Organisations Paysannes d'Afrique Centrale).


Am Ende der Tagung wurde eine gemeinsame Deklaration verabschiedet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass die Abgeordneten sich dafür einsetzen, dass Gesetzesregelungen für ausländische Direkt-Investitionen implementiert werden, die Land, Wasser und andere natürlichen Ressourcen umfassen, die dafür sorgen, dass die Investoren einen Beitrag für die lokale Ökonomie, die Armutsreduktion und die Beschäftigung leisten. Übereinstimmung gab es auch in dem Punkt, dass die lokalen Communities vor dem Investment umfassend informiert werden und diesem letztlich auch zustimmen müssen.
Bekräftigt wurde auch die Maputo Deklaration aus dem Jahr 2003, in der es darum geht, dass mindestens 10 % des nationalen Budgets für die Entwicklung der Landwirtschaft reserviert werden. Höchstmögliche Transparenz zB. im Hinblick auf die Verträge und ein umfassendes Monitoring sollen garantieren, dass legistische Maßnahmen auch tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden.
Auch in der europäischen Entwicklungszusammenarbeit und bei privaten Investments europäischer Konzerne, Fonds und Projekte muss es darum gehen, diese Leitlinien selbstverständlich und vorab umzusetzen. Nur in einer gemeinsamen Anstrengung können die Potentiale der ländlichen Regionen Afrikas gehoben und das Milenium-Development-Goal 1 - die Halbierung des Hungers erreicht werden.

Einige weitere Bilder von Malabo:

 

 







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