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Pirklhuber zu Listerien-Käse: Wurde Bevölkerung rechtzeitig gewarnt?
19.02.2010

Typ
Presseaussendung

Kategorie
RSS Feed Lebensmittelsicherheit



Pirklhuber zu Listerien-Käse: Wurde Bevölkerung rechtzeitig gewarnt?

Grüne stellen Anfrage an Gesundheitsminister Stöger

Insgesamt sechs Todesfälle in Österreich und Deutschland könnten auf das im Käse des oststeirischen Produzenten Prolactal gefundene Listerienbakterium zurückzuführen sein. "Ob es noch zu weiteren Listerien-Fällen im Zusammenhang mit dem Käsekonsum kommen wird ist ungewiss, da die Inkubationszeit im Extremfall bis zu 70 Tage dauern kann", warnt der Sprecher der Grünen für Lebensmittelsicherheit, Wolfgang Pirklhuber.

Um zu klären, ob die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wurde und alle Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen wurden, haben die Grünen an Gesundheitsminister Stöger eine Anfrage gerichtet. "Wir wollen wissen, wann und durch welchen Umstand die Gesundheitsgefährdung durch Listerien den zuständigen Behörden bekannt wurde und wann die Frühwarnung durch die AGES ausgesprochen wurde", erklärt Pirklhuber.

Weiters wollen die Grünen wissen, seit wann der Produzent über positive Proben Bescheid wusste, ob es bereits vor Bekanntwerden dieses Vorfalls lebensmittelrechtliche Beanstandungen bei diesem Unternehmen gab und durch welche Maßnahmen sichergestellt wurde und wird, dass sich die Produkte nicht mehr im Handel befinden. Entscheidend sei die Frage, wann und in welcher Weise die Öffentlichkeit über die Todesfälle informiert wurde, um den Menschen die Gelegenheit zu geben, sich schützen zu können, so Pirklhuber. "Die Grünen hoffen, damit völlige Aufklärung über die Vorgänge zu erreichen und wollen sicher stellen, dass das Gesundheitsministerium alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen hat", so Pirklhuber.